Mineralien und Fossilien

Hauptthema des Hotels: Ammonite

Das in der Hotellobby ausgestellte Exemplar wurde in Frankreich gefunden.

Ammonite ist der englische Name für das versteinerte Gehäuse der gleichnamigen Tintenfischart. Diese Art entstand vor über 350 Millionen Jahren und besiedelte alle Ozeane, bis sie vor rund 65 Millionen Jahren plötzlich ausstarb. Sie verdankt ihren Namen dem ägyptischen Gott Ammon (oder „Amon“, später „Amon-Re“), der oft mit Widderhörnern dargestellt wurde, die den Ammoniten in der Form stark ähneln.

Der Tintenfisch lebte in der letzten und größten Kammer seines Gehäuses. Wurde diese Kammer zu klein, bildete sich eine neue, größere Wohnkammer, in der das Tier weiterlebte. Die verschiedenen Kammern sind an der Außenseite eines Ammoniten normalerweise gut unterscheidbar. Die leeren Kammern hatten die Funktion, den Auftrieb zu regulieren. Der Tintenfisch benutzte seine Drüse, um die Kammern ganz oder teilweise mit Stickstoff zu füllen und sich auf diese Weise vertikal fortzubewegen. Das ist das gleiche Prinzip, welches gegenwärtig in U-Booten verwendet wird.

Je nach Art und Alter könnten Ammoniten gigantische Ausmaße annehmen. Das größte, jemals gefundene Ammonitfossil hat einen Durchmesser von über 2,5 Metern. Große Exemplare sind jedoch selten und als Fossilien oft weniger schön.

Je nach Art und Alter könnten Ammoniten gigantische Ausmaße annehmen. Das größte, jemals gefundene Ammonitfossil hat einen Durchmesser von über 2,5 Metern. Große Exemplare sind jedoch selten und als Fossilien oft weniger schön.
Ammoniten haben die Menschen schon immer fasziniert. Sie wurden unter anderem in mittelalterlichen Legenden als Schlangen, der Verkörperung des Bösen abgebildet. Beispielsweise wird die Heilige Hilda von Whitby häufig mit ammonitenförmigen Schlangen an ihren Füßen dargestellt..

Ammoniten werden weltweit gefunden.

Ammoniet

 

Boden 1: Versteinertes Holz

Das in dieser Etage gezeigte Exemplar wurde in den Vereinigten Staaten gefunden.

Im Laufe der Jahrhunderte sind die Zellen in dem versteinerten Holz durch Quarzkristalle fossilisiert worden. Die Strukturen einschließlich der Jahresringe blieben erhalten. Eine Versteinerung ist möglich, wenn Holz in kurzer Zeit von der Außenluft abgeschlossen wird, sodass der Verrottungsprozess nicht einsetzen kann. Ein Vulkanausbruch oder die Auswirkung eines Meteoriten bieten dafür ideale Bedingungen, weil die Bäume unmittelbar unter einer dicken Asche-, Erd- oder Staubschicht begraben werden. Der berühmte, versteinerte Wald in Arizona (USA) – aus dem dieses Exponat stammt – ist wahrscheinlich durch den Einschlag eines riesigen Meteoriten verursacht worden.
Gelegentlich wurde die Kristallstruktur des versteinerten Holzes durch Metalloxide beeinflusst, wodurch eine große Farbenvielfalt entstand.

Versteinertes Holz wird weltweit gefunden. Neben den Vereinigten Staaten sind Indonesien und Madagaskar weitere wichtige Fundstätten.

 

Etage 2: Pyrit

Das auf dieser Etage gezeigte Exemplar wurde in Peru gefunden.

Pyrit ist ein Mineral, welches durch das Abkühlen von Eisen, Schwefel und Wasser gebildet wird. Dabei bilden sich manchmal perfekte, kubische Kristalle. Pyrit leitet sich vom griechischen Wort „pyr“ ab, was so viel bedeutet wie „Feuer“.

Seinen Namen verdankt das Mineral der Eigenschaft, feuerbildende Funken zu entwickeln, wenn mit einem Stein oder Metallobjekt darauf geschlagen wird. Bekannter ist jedoch, dass Pyrit wie Gold aussieht. In früheren Zeiten war der Verkauf von Pyrit an Stelle von Gold vielleicht nicht ganz ehrlich, aber höchst profitabel. Im Englischen wird Pyrit auch als „Narrengold“ bezeichnet. Pyrit wird wegen seiner Schönheit bewundert, soll aber auch Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen fördern.

Dieses Mineral kommt weltweit vor. Wichtige Fundorte sind Spanien und Italien (Elba). Auch in den Niederlanden (Winterswijk) wird gelegentlich Pyrit gefunden.

Pyriet

 

Stock 3: Coelestin

Das auf dieser Etage gezeigte Exemplar wurde in Madagaskar gefunden.

Coelestin ist ein relativ schweres Mineral, bestehend aus dem Metall Strontium und Schwefel. Hohlräume, in denen dieses Mineral vorkommt und in denen sich die Kristalle bis zur Perfektion verfestigen konnten, werden „Geoden“ genannt. Coelestin ist berühmt für seine schöne, himmelblaue Farbe (und auch danach benannt). Es leitet sich von dem lateinischen Wort „caelestis“ ab, was übersetzt „himmlisch“ bedeutet. Ein besonderer Ort, um Coelestin zu bewundern, ist die Crystal Cave in Ohio, USA. Diese zehn Meter tiefe Höhle ist vollständig mit riesigen Coelestin-Kristallen bedeckt. Das Mineral wird manchmal zu Schmuck verarbeitet. Außerdem soll es Kraft, Energie und Stabilität fördern.

Coelestin ist weltweit zu finden. Die schönsten Exemplare stammen, genau wie das hier im Hotel ausgestellte Objekt, aus Madagaskar.

Celestien

 

Stock 4: Amethyst

Das auf dieser Etage gezeigte Exemplar wurde in Brasilien gefunden.

Das auf dieser Etage gezeigte Exemplar wurde in Brasilien gefunden.
Der Amethyst ist das lilafarbene oder violette Mineral aus der Quarzfamilie. Die auffällige Farbe entsteht durch die Verbindung von Eisen- und Manganoxiden. Hohlräume, in denen dieses Mineral vorkommt und in denen sich die Kristalle bis zur Perfektion verfestigen konnten, werden „Geoden“ genannt. Der Name „Amethyst“ leitet sich aus einem nicht wahren, griechischen Mythos ab. In dieser Saga kann die schöne, tugendhafte Amethysta dem Zorn des Dionysos-Weingottes widerstehen. Dem Amethyst wird daher nachgesagt (leider nicht bewiesen), dass er seinen Träger vor Trunkenheit schützt.

Ein Amethyst kann von besonderer Schönheit sein und war in der Antike so wertvoll wie ein Diamant. Das Mineral wurde und wird oft zu Schmuck verarbeitet. Unter anderem wurde es in dem Zepter der britischen Krone und in einem päpstlichen Ring eingesetzt. Letzteres lässt sich auf andere, zugesprochene Eigenschaften zurückführen: Amethyst symbolisiert die Verbindung des Irdischen mit dem Himmlischen und soll vor Zauberei schützen.

Amethyst ist weltweit zu finden. Die schönsten Exemplare stammen aus Uruguay und – genau wie dieses – aus Brasilien.

Amethist

 

Boden 5: Azurit

Das auf dieser Etage gezeigte Exemplar wurde im Kongo gefunden.

Azurit ist ein Mineral, das sich durch die Verbindung von Kupfer, Sauerstoff und Kohlenstoff bildet. Der Name leitet sich vom persischen Wort „lazhward“ ab, was so viel wie „blau“ bedeutet und später als „Azurium“ ins Lateinische übersetzt wurde. Azurit wurde seit der Antike als blaues Pigment in der Ölfarbe genutzt. Azurit ist der Rohstoff für das bekannte Farbpigment Ultramarin, welches zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert für die Farbe Blau in Gemälden häufig Verwendung fand. Auch Rembrandt, Vermeer und Michelangelo nutzten dieses Farbpigment. Wegen seiner Vielfalt an Blautönen und den interessanten Kristallformen ist Azurit beliebt bei Mineraliensammlern. Als Bedeutung wird dem Azurit eine stärkere Fokussierung und mehr Mut zur Erneuerung zugeschrieben.

Dieses Mineral kommt weltweit vor. Neben dem Kongo, wo dieses Exemplar herstammt, liegen in den Vereinigten Staaten, sowie in Marokko und Frankreich wichtige Lagerstätten.

Azuriet

 

Boden 6: Malachit

Das Exemplar, wie es auf dieser Etage ausgestellt ist, wurde im Kongo gefunden.

Malachit ist ein Mineral, das sich durch die Verbindung von Kupfer, Sauerstoff und Kohlenstoff bildet. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom griechischen Wort „Malach“ ab, was so viel wie „tiefgrün“ bedeutet. Malachit wird seit der frühen Antike wegen seiner Schönheit für die Schmuckherstellung verwendet. Der älteste, jemals gefundene Edelstein aus Malachit ist mehr als 10.000 Jahre alt. Aber auch der heutige Pokal der FIFA-Weltmeisterschaft hat zwei charakteristische Verzierungen aus Malachit. Der Edelstein wurde ebenfalls als Pigment für grüne Farbe und als Warnung vor Vergiftungen verwendet: Malachit verfärbt sich bei Kontakt mit einem bestimmten Gift. Angeblich steigert Malachit die innere Weisheit, verbessert das logische Denkvermögen und kommt weltweit vor.

Die wichtigsten Fundorte befinden sich jedoch in Afrika, beispielsweise im Kongo, wo dieses Exemplar herstammt.

Malachiet

 

Etage 7: Meteoriet

Das auf dieser Etage gezeigte Exemplar wurde in Russland gefunden.

Meteoriten sind Bruchstücke von Weltraumtrümmern, die von Planeten oder Monden abbrachen und aus Gestein und / oder Eisen bestehen. Sie variieren von Körnchengröße bis hin zu großen Klumpen mit mehr als 60.000 kg Gewicht. Weltraumtrümmer kommen im gesamten Universum vor. In unserem Sonnensystem befinden sich die meisten Trümmerteile zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Unsere Atmosphäre schützt in den häufigsten Fällen vor Meteoriteneinschlägen: Die meisten Trümmer verglühen aufgrund von zu hoher Geschwindigkeit oder zu geringer Masse. Wir können diese Meteoriten als fallende Sterne beobachten. Meteoriten, die beim Eintritt in die Atmosphäre nicht verglühen, können gelegentlich große Schäden anrichten. Beispielsweise wird der Einfluss eines Meteoriteneinschlags (oder Kometen) vor 65 Millionen Jahren als Ursache für das Aussterben der Dinosaurier angesehen. In den Niederlanden kommt es gelegentlich auch zu Meteoriteneinschlägen. Der letzte Einschlag war 2017, nur einen Katzensprung von diesem Hotel entfernt. Zum Glück mit weniger dramatischen Folgen. Er hat lediglich ein Dachgeschoss zerstört.
Meteoriten werden weltweit gefunden. Diese Exemplare sind Teil des berühmten Eisenmeteoriten, der 1947 im russischen Sichote-Alin- Gebirge auf die Erde fiel.

Das geschätzte Alter des Sikhote-Alin-Meteoriten entspricht dem der Erde: ungefähr 4,6 Milliarden Jahre.

Meteoriet

 

Etage 8: Achat

Das auf dieser Etage gezeigte Exemplar wurde in Madagaskar gefunden.

Achat ist eine Varietät von Quarz. Das Mineral wird durch Verfestigung aus einem flüssigen Zustand gebildet und hat eine relativ hohe Härte. Es ist schön gezeichnet, am häufigsten mehrfarbig, mit den Farbtönen Blau, Grün oder (wie diesem) Ockergelb und Schwarz. Achat ist wahrscheinlich nach seinem ersten dokumentierten Fundort benannt, dem Fluss Achates (gegenwärtig Dirillo) in Sizilien. Die Achatverarbeitung findet seit über 8.000 Jahren statt. Gegenwärtig werden Achatstücke unter anderem für die Dekoration und Schmuckherstellung verwendet. Verschiedene Stämme in Afrika nutzten bis vor kurzem Achatperlen als Zahlungsmittel. Andererseits galt Achat als Glücksbringer, Heiler oder Schönwetterbringer. Außerdem soll Achat den Schlafrhythmus verbessern und beim spirituellen Wachstum helfen.
Achacht ist weltweit findbar.

Die größten Vorkommen befinden sich in Brasilien. Andere interessante Fundorte liegen in Argentinien, Marokko und Madagaskar, wo dieses Exemplar herstammt.

Agaat

 

Floor 9: Fossile

Das auf dieser Etage ausgestellte Exemplar wurde in den Niederlanden gefunden.

Fossilien sind versteinerte Pflanzen oder Tiere, die sich in Form und Größe unterscheiden: von Einzellern bis zu den Dinosauriern und von Blättern bis zu ganzen Baumstämmen. Die Versteinerung (Fossilisation) erfolgt durch den schnellen Sauerstoffentzug und einem erhöhten Druck, verursacht durch Einbettungen in Sediment- oder Eisschichten. Fossilien können sehr alt sein (> 3,5 Milliarden Jahre), aber auch relativ jung (< 10.000 Jahre). „Fossile Brennstoffe“ werden aus tierischen und pflanzlichen Fossilien wie Öl, Erdgas und Kohle produziert. Fossilien sind weltweit zu finden.

Das hier gezeigte Exemplar, der Stoßzahn eines Mammuts (etwa 40.000 Jahre alt), wurde aus der Nordsee gefischt, wo bis vor 10.000 Jahren noch trocken liegendes Land war.

Fossiel

 

Etage 10: Bergkristall

Das auf dieser Etage ausgestellte Exemplar wurde in China gefunden.

Bergkristall ist ein Quarzmineral, bestehend aus Silizium und Sauerstoff. Charakteristisch ist die hexagonale Kristallform, die sich in einem Punkt zum Ende hin verjüngt. Farblich variieren Bergkristalle vom milchigen Weiß bis zu der vollkommen reinen, transparenten Variante. Aufgrund der Form und Reinheit glaubten die Menschen in der Antike, dass der Bergkristall ewig gefrorenes Wasser ist. Der Begriff Kristall wird daher von dem griechischen Wort „krystallos“ (oder „krustallos“) abgeleitet, was so viel wie „Eis“ bedeutet. Das einzigartige Merkmal von Quarz ist der piezoelektrische Effekt: Das Mineral beginnt unter Spannung zu schwingen. Diese Schwingung ist so konstant, dass Quarz zu einem wesentlichen Bauteil in Uhren und Computern geworden ist.
Der Bergkristall war und ist als religiöses und dekoratives Element weit verbreitet. Dieses Mineral soll Reinheit, Harmonie, Liebe und Willenskraft stärken. Darüber hinaus soll der Bergkristall hellseherische Einblicke geben und mit ein bisschen Glück durch eine Glaskugel auch die Zukunft weisen....!

Bergkristalle kommen weltweit vor. Wichtige Fundorte befinden sich in Brasilien, Russland und der Schweiz.

Bergkristal